logobanner

VPG - Sport

Vielseitigkeitsprüfung für Gebrauchshunde ( VPG )

 

Der Schutzhund


Als Schutzhund bezeichnet man einen Haushund, der die Schutzhundausbildung durchlaufen und mit einer Reihe von Prüfungen (SchH) erfolgreich abgeschlossen hat. Das Tier ist danach zum Schutzdienst qualifiziert.
Von weltweit über 400 Hunderassen, werden nur sieben vom FCI anerkannt und als Schutzhunderassen eingestuft. Vertreter dieser Hunderassen sind beispielsweise: der Dobermann, der Malinois und der Deutsche Schäferhund. Die Ausbildung, sowie die anschliessenden Prüfungen können jedoch prinzipiell Hunde aller Rassen absolvieren, wenn die Voraussetzung der Mindestschulterhöhe von 40 cm gegeben ist.

 

Die Ausbildung

Vom Welpenalter an, sollte mit der Ausbildung spielerisch begonnen werden, sodass der Beutetrieb des Hundes angesprochen wird, damit er später den Schutzärmel als Beute ansieht und in diesem Trieb ausgebildet werden kann. Es ist schwer, dem Tier im Trieb Gehorsam zu vermitteln. Ein vorausgegangene, erfolgreiche Begleithundeausbildung (BH), ist meines Erachtens nach, Voraussetzung. Um die nötigen Befehle, aber auch das Verbellen und andere Fähigkeiten zu erlernen ist es notwendig, den Hund in diesem Trieb zu halten und ihn nicht, wie in der Unterordnung (BH), zu beruhigen. In unserem Verein wird die sportliche Schutzhundausbildung, bei der Schutzhundprüfungen, sportlichem Ehrgeiz und Spass an diesem Sport absolviert werden, praktiziert.

Im Hundesport geht es darum, den Hund, zu einem sicheren, zuverlässigen und in allen Extremsituationen völlig gehorsamen Begleiter zu trainieren. Im VPG-Bereich (VPG: Vielseitigkeitsprüfung für Gebrauchshunde) geführte Hunde sind daher meistens wesentlich selbstsicherer, ruhiger und besser zu führen als ihre nicht ausgebildeten Artgenossen. Heute sollte man seinen Hund über Motivation und Spiel und ohne wesentlichen Druck ausbilden. Der Hund im Sport lernt nicht, wie oft falsch dargestellt, einen Menschen zu beissen, sondern kann seinen Beutetrieb artgerecht ausleben. Im Sport werden die Hunde ausschliesslich auf den Schutzärmel des Helfers fixiert. Ausserhalb des Hundesports und ohne den Schutzärmel, wird ein ausgebildeter Sportschutzhund keinen Menschen angreifen! Ganz im Gegenteil! Er reagiert laut Statistiken, wesentlich nervenfester, ruhiger und gelassener auf neue, ungewohnte Situationen.

 

Die Prüfungen: SchH und VPG

Die Schutzhundprüfung (SchH) wurde in einigen Ländern durch die Vielseitigkeitsprüfung für Gebrauchshunde (VPG) ersetzt. Die Prüfungsinhalte umfassen drei Disziplinen: Fährtenarbeit, Unterordnung (Gehorsamstraining) und Schutzdienst; die Prüfungsinhalte werden in der Prüfungsordnung des Verbandes für das Deutsche Hundewesen (VDH) festgelegt. Es sind Hunde aller Rassen, sowie auch Mischlinge zugelassen.

Die Prüfung gilt als Bestanden, wenn in jeder Abteilung mindestens 70 von 100 Punkten erreicht worden sind. Die erreichbare Gesamtpunktzahl aller Disziplinen beträgt 300 Punkte.

Das Ausbildungskennzeichen (AKZ) erhält der Hundeführer nach erfolgreich abgelegter Prüfung. Nach Absolvieren der Schutzhundeprüfung erster Klasse (SchH Klasse I), kann die nächsthöhere Klasse mit erhöhten Anforderungen angestrebt werden. Die höchste zu erreichende Ausbildungsstufe, ist die SCH Klasse III.

                                                                                                                        Text: Sabine Klein (geb. Wolf)